Allgemeines zum Fliegen  DRUCKEN

Wenn wir „Fliegen“ definieren wollen, so können wir vereinfachend sagen, daß alles, was sich in die Luft erhebt und schwerer als Luft ist, fliegt.

Das bedeutet, daß bei Wesen oder Gegenständen, die fliegen, die Schwerkraft, die sie am Boden hält, durch eine zweite Kraft aufgehoben und überwunden wird. Diese nennen wir Auftrieb..


Quelle: Schempp-Hirth
Die ursprünglichste Form und höchstentwickelte Kunst des Fliegen können wir heute bei den Vögeln und Insekten beobachten.Aber auch den Menschen hat die Sehnsucht, sich vom Erdboden zu lösen, um Zeit und Raum zu überbrücken, seit jeher getrieben. Sein Fehler ist, daß die Natur ihn dazu nicht entsprechend ausgestattet hat. Deshalb hat er sich geeignete Hilfsmittel gebaut, die ihn heute in die Lage versetzen, zu fliegen.

Sehr früh erkannte der Mensch, daß Vögel nur aufgrund der ihnen gewachsenen Flügel fliegen können und es gab vielerlei Versuche, sich solche zu bauen. Erst die Erkenntnis, daß Flügel besonders geformt sein müssen, d.h. ein Profil besitzen müssen, um die umströmende Luft dazu zu bringen einen Auftrieb zu erzeugen, brachte den Durchbruch. Und dies geschah nach Millionen Jahre dauernder Evolution der Menschheit erst vor rund hundert Jahren, als Otto Lilienthal und seine Zeitgenossen die ersten halbwegs brauchbaren Flugapparate bauten.
Die weitere Entwicklung ging rasend schnell. Heute fliegt der Mensch in riesigen Maschinen, um sich schnell an jeden Punkt der Erde zu bewegen und dort Urlaub zu machen oder seinen Geschäften nachzugehen. Aber auch, um mit Kanonen und Bomben Kriege aus der Luft zu führen. Er fliegt jedoch auch, weil er die Erfüllung seiner Träume erfährt, wenn er mit Hilfe der heutigen Technik in den sportlichen Wettkampf mit der Natur eintreten kann.

Quelle: Claus-Dieter Zink
Wir Sportflieger betreiben die Fliegerei auf unterschiedliche Art und Weise. Es gibt die Motorflieger, die Segelflieger, die Drachen– und Gleitschirmflieger, aber auch die Modellflieger, die kleinere, unbemannte Flugzeuge fliegen lassen. Die meisten der Flieger üben ihren Sport innerhalb von Gruppen Gleichgesinnter aus, da es meist der Unterstützung Dritter bedarf, überhaupt erst einmal in die Luft zu kommen. In Deutschland sind die meisten Flieger über ihre Luftsportvereine und die Landesorganisationen im Deutschen Aero Club (DAeC) als Dachorganisation organisiert.

Segelfliegen, wie wir es in Lindlar betreiben, heißt:

Menschen aus allen Altersgruppen, gesellschaftlichen Schichten und Berufen treffen sich im Rahmen ihres Vereins, der Personal, Gerät und Flugplatz vorhält, um im Sommer an der frischen Luft das Fliegen zu lernen und je nach persönlicher Zielsetzung bis zum Leistungssegelflug zu perfektionieren.

Segelfliegen sehen wir als solidarischen Sport an, d.h. jedes Mitglied tut sein Bestes, um dem anderen Mitglied in die Luft zu helfen. Denn es sind immer eine Reihe von Helfern nötig, damit ein Pilot fliegen kann. Ohne die Unterstützung einer Gruppe ist der Einzelne hilflos.

Wir wollen Freude an unserem Sport und Spaß an der Freude haben, auch wenn wir sehr ernsthaft an die lebensnotwendige Sicherheit in jeder Situation der Fliegerei denken müssen.

Unser Verein sieht es als besondere Verpflichtung an, der Jugend unserer Region die Möglichkeit zu geben, das in der Schule erlernte theoretische Wissen fachübergreifend zu vertiefen und im Rahmen der Gruppe in der Praxis des Fliegens in großartige Erlebnisse umzusetzen. Insofern glauben wir, wie viele andere Sportvereine einen wesentlichen Teil zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen beizutragen.
Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe, Rhön, dem Berg der Flieger

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