Geräte  DRUCKEN

Neben den Flugzeugen bedarf es in einem Luftsportverein einer Menge Gerät und Ausrüstung, um erstens die Flugzeuge überhaupt in die Luft zu befördern und darüber hinaus einen geordneten und sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten. Das fängt in unserem Falle bei der Schleppwinde an und hört bei geeignetem Putzzeug für das abendliche Flugzeugwaschen noch lange nicht auf. Hier seien beispielhaft nur die drei wichtigsten Geräte aufgezeigt, die wir benötigen, um einen ordentlichen Flugbetrieb zu fahren.

Die hier abgebildete Winde wurde von einigen „Spezialisten“ des Vereins gebaut. Sie bildet das Herzstück unseres Flugbetriebes, denn wenn sie ausfällt, „läuft auf unserem Fluglatz nichts mehr“, da er ja ausschließlich für Segelflug im Windenstart (neben Ballonstarts und Drachen- und Gleitschirmstarts an der Winde) zugelassen ist.

Es ist eine Doppeltrommelwinde, das heißt, daß wir theoretisch zwei Seile gleichzeitig ausziehen können, um dann nacheinander zwei Flugzeuge zu starten. Allerdings ist dies auf unserem Platz nicht möglich, da wir das Seil in einem Bogen ausziehen müssen. Das würde bei zwei parallelen Seilen die Gefahr begründen, daß sich die Seile übereinander legen könnten und damit eine Unfallquelle darstellen würden.

Die Winde wurde auf einem ausgemusterten Feuerwehr-Magirus aufgebaut, besitzt einen bärenstarken luftgekühlten 350-PS-Turbo-Dieselmotor von Deutz und braucht daher auch schwerere Flugzeuge nicht zu fürchten. Die Stahlseile sind 4,5 mm dick und ca. 1200 m lang. Auf einer Schleppstrecke von ca. 1000 m ziehen sie unsere Flugzeuge je nach Gewicht und Windverhältnissen bis auf eine Ausklinkhöhe von 450-500 m. Wir sind besonders stolz auf die geräuschdämmende Kapselung der Antriebseinheit die unsere Winde zu einem „flüsternden“ Riesen macht.

Links ist unser „Lepo“ abgebildet. Der Begriff „Lepo“ ist vor langer Zeit aus dem Namen „Opel“ entstanden, den die Flieger nach einem feuchtfröhlichen Abend verkehrt herum sahen. Heute ist der Begriff unter den Segelfliegern Synonym für das Seilrückholfahrzeug. Das heißt, es zieht das eingezogene Seil von der Winde jeweils wieder zur Startstelle am anderen Flugplatzende. In unserem Fall ist es ein Ford Transit mit selbst erstelltem Aufbau, der diese Arbeit verrichtet.

Links ist das dritte, unverzichtbare Gerät zu sehen, das für einen geordneten Flugbetrieb unerlässlich ist. Es ist der Startwagen, der bei uns nur „die Bundeslade“ heißt. In diesem Anhänger befindet sich ALLES:

Bodenfunkstelle, Telefon, PC-Datenerfassung mit Internetzugang, Windenfunkgeräte, Aktenordner mit Fluglehrer- und Startleiterunterlagen, große Luftraumkarten, Kugelschreiber, Batterien mit Ladestation, Fallschirme, Landefeldbegrenzungen und Landetuch, kleine Kaffeeküche, Wassertank für Waschwasser, Warnhütchen, Trimmgewichte, Rucksäcke, Kuchenbleche, Limonadenflaschen, „Aerokuriere“, Gartenstühle, Rettungsgerät, Krankenliege, eine Mülltonne, u.s.w...

Man sieht, eine wahre Wunderkiste, ohne die wir nicht mehr fliegen können.

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